„Wir gratulieren dem Team Hunt/Delaunay zu einem hervorragenden 7. Platz!“,

Stephane Robineau, Condor Nantes und 
Alexander Bolschakov, Condor Moskau

Mit Vollgas durch die Wüste – aber wie kommt ein Rally Auto nach Kasakhstan an den Start?

Die Rally Kasakhstan 2018 führte in 6 Etappen fast 2.500 km durch Sand- und Steinwüsten, ohnehin höchst anspruchsvoll für Fahrer und Material, da müssen die 12.000 km Hin- und Rückreise von Auto, Ersatzteilen und Werkzeug problemlos funktionieren.

 

Der Rallyfahrer Harry Hunt (GB) und sein Co-Fahrer Sébastien Delaunay (FR) starteten im Mai 2018 mit ihrem Peugeot 3008 DKR bei der Rally Kasakhstan. Condor wurde mit der Organisation des langen Transports von Frankreich betraut und der schwierigen Erstellung aller Begleitpapiere für das Auto und sämtliches Zubehör.

 

Der Hund liegt im Detail: zwar ist das Carnet ATA Zollverfahren seit der Expo 2017 auch in Kasakhstan anwendbar, am Weg von Frankreich dorthin ist aber Russland zu durchqueren. Hier wird dieses Verfahren für den Import zwar schon seit Langem akzeptiert, jedoch nicht für den Transit!

Für die Russland Teilstrecke wurde deshalb das Carnet ATA Begleitdokument ausgesetzt und ein eigenes Transit Zollverfahren gewählt. Klingt einfach, ist es nicht: Kautionen mussten hinterlegt werden, offizielle Garantien besorgt werden, eine zusätzliche Zoll- und Siegelkontrolle fand statt und nicht zuletzt musste bei der Einreise in Kasakhstan das Carnet ATA wieder in Kraft gesetzt werden – auch kein einfaches Unterfangen, da die Behörden hier noch nicht vertraut damit sind.

Der physische Transport des Rennautos war da sogar vergleichsweise einfach, wenn auch abenteuerlich: rund 6000 km ging es von Frankreich nach Deutschland, von dort mit der Fähre nach Litauen, weiter durch Lettland und Russland bis nach Aktau in Kasakhstan. Und das ganze nach der Rally wieder zurück.

 

Die Rally war ein spektakuläres Ereignis, Fahrer und Veranstalter zeigten sich begeistert, die Bilder  und Filme sind beeindruckend und einen Klick wert!

 

 

 

Salzburg, 9.10.2018