»Russische Regierung will die eigene Landwirtschaft mit Milliarden subventionieren.«

Alexander Bolschakov, Spedition Condor, Moskau

Die Lokalisierung der Russischen Landwirtschaft als Chance für europäische Zulieferer

Auf Grund der anhaltenden Sanktionen der EU gegenüber Russland sind die Lebensmittelpreise in Russland deutlich gestiegen.

Russland reagiert darauf im Rahmen der sogenannten „Lokalisierung“, indem Maßnahmen zur Modernisierung der im Argen liegenden nationalen Landwirtschaft getroffen werden. „Zur Zeit stehen die im Einsatz befindlichen Maschinen, Anlagen und Produktionsmethoden auf völlig veraltetem Niveau“, beurteilt Alexander Bolschakov, Niederlassungsleiter der Spedition Condor in Moskau, die derzeitige Lage der Branche. „Der Aufholbedarf und die notwendigen Investition in der russischen Landwirtschaft sind enorm. Hier die erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen zu treffen, hat für die russische Regierung in der derzeitigen Situation hohe Priorität“.

Die geplante staatliche Subventionierung von Modernisierungsmaßnahmen bringt eine große Chance für europäische Lieferanten im Bereich Agro und Farming Technik mit sich. Die fortschrittlichen technische Anlagen und Maschinen westlicher Hersteller sind nun gefragte Importartikel.

Dieses Bild hat sich auch jüngst auf der Moskauer Messe AgroFarm gezeigt, auf der heuer bereits mehr als 360 Aussteller aus 27 Ländern vertreten waren.

Ein ähnlicher Trend lässt sich ebenso bei den Zulieferern von Saatgut, Futtermittel, Düngemittel und anderen landwirtschaftsrelevanten Produkten erkennen und lässt auch hier auf einen Anstieg der Importquote hoffen.

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