Chancen im Iran – Exporte um 75% gestiegen

Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 haben Österreichs Exporte in den Iran um 75 Prozent zugelegt! Ein noch rascherer Aufschwung wird hauptsächlich durch die schwierige politische Situation mit den USA verhindert.

  

 

 

 

 

 

 

Seit dem 2015 geschlossenen Atomabkommen, das die Herstellung von Atomwaffen im Iran verhindern soll, wurden die Handelsbarrieren sukzessive abgebaut und der Iran damit aus seiner wirtschaftlichen Isolation geholt. Bei den Wahlen im Mai diesen Jahres wurde der amtierende  Präsident Ruhani mit eindeutiger Mehrheit wieder gewählt und damit auch sein gemäßigter Reformkurs und der Willen zur Öffnung Richtung Westen.

Große Zuwächse bei Österreichs Exporten

Die Erwartungen der Exportwirtschaft haben sich zwar nicht erfüllt, mit im Schnitt 75% Zuwachs der österreichischen Exporte ist aber das enorme Potenzial erkennbar!
In einzelnen Branchen wie etwa Maschinen/Fahrzeuge oder bearbeitete Waren hat sich das Exportvolumen beinahe verdreifacht.

Großer Aufholbedarf

Nach dem zehnjährigen Embargo eröffnet sich hier ein Markt mit 80 Millionen Menschen, der Aufholbedarf ist groß. Im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten beschränkt sich der Iran dabei nicht allein auf den Handel sondern investiert in die eigene Industrie. Für österreichische Exporteure eröffnen sich dadurch enorme Chancen für den Technologietransfer, Maschinen werden benötigt, Anlagen müssen erneuert werden, Personen- und Nutzfahrzeuge fehlen.

 

Schwieriger Zahlungsverkehr

Einer der Hauptgründe, die den Handel mit dem Iran nach wie vor schwierig so schwierig machen, ist der komplizierte Zahlungsverkehr. Vor allem wenn Banken auch am amerikanischen Markt tätig sind, scheuen sie vor Irangeschäften zurück. Aufgrund der immer noch bestehenden US-Sanktionen gegen den Iran musste die Commerzbank zum Bespiel 1,45 Mrd. Dollar Strafe zahlen.

Aufgrund weiterhin bestehender Sanktionen und der Einschränkungen beim Zahlungsverkehr gestaltet sich der Handel mit dem Iran nach wie vor extrem schwierig. Als ihr Partner vor Ort liefern wir Lösungen für die komplexesten Aufträge.
Andreas Gfrerer, Geschäftsführer Condor Salzburg

Salzburg, 26.7.2017